Mette-Marit, die Kronprinzessin von Norwegen, bleibt eine der bekanntesten Royals Europas – nicht nur wegen ihrer Rolle am Hof, sondern auch wegen der Schlagzeilen, die ihr Leben in der Öffentlichkeit immer wieder auslösen. Von früheren Kontroversen über familiäre Dramen bis hin zu gesundheitlichen Updates: Ihr Weg ist alles andere als glatt. Jetzt rückt vor allem ein Thema in den Mittelpunkt, das ihre Zukunft als öffentliches Gesicht des Königshauses neu prägt.
Quick facts
- Vorname: Mette-Marit
- Geburtsname: Tjessem
- Herkunft: Norwegen
- Titel: Kronprinzessin von Norwegen
- Geboren: 19.08.1973 in Kristiansand (Norwegen)
- Sternzeichen: Löwe
- Alter: 52
- Partner: Prinz Haakon (verheiratet seit 2001)
- Kinder: Marius Borg Høiby (geb. 1997), Ingrid (geb. 2004), Sverre Magnus (geb. 2005)
- Sport-Highlight: Im September 2008 absolvierte sie den Osloer Marathon; die 10 Kilometer schaffte sie in 19,04 Minuten
Im September 2008 nahm Mette-Marit am Osloer Marathon teil. Für die Strecke von zehn Kilometern brauchte sie 19,04 Minuten.
Bereits 2004 sorgte ein Porträt einer norwegischen Künstlerin bzw. eines Künstlers für Aufregung: Das Bild wurde in dem Motto „MetteBARit“ gestaltet und an eine Wand gemalt. Die norwegische Botschaft zeigte sich darüber verärgert – vor allem, weil zuvor finanzielle Unterstützung geflossen war.
Bei der Hochzeit sprach ihr Schwiegervater, König Harald, in bewegenden Worten über sie. Er sagte sinngemäß, er habe oft gelesen, dass sie ein „gewöhnliches Mädchen“ sei, das heute zur Kronprinzessin wird – diesen Eindruck habe er beim Kennenlernen jedoch nicht gewonnen. Stattdessen beschrieb er sie als außergewöhnlich offen und herzlich, als besonders engagiert, außergewöhnlich willensstark und mutig. Außerdem betonte er, dass sie eine außergewöhnliche Entscheidung getroffen habe und „außergewöhnlich verliebt“ in Haakon sei.
Familien-Drama und royale Netzwerke
Ein Erbschaftsstreit war ebenfalls Teil der Story: Die Mutter von Mette-Marit brachte Söhne ihres verstorbenen zweiten Ehemannes vor Gericht – es ging dabei um eine Ferienhütte.
Auch die typischen Verbindungen innerhalb der royalen Welt nahm Mette-Marit an. Da alles in diesem Umfeld ohnehin stark über Familie und Bekanntschaften läuft, gilt sie als Patentante von Prinz Christian von Dänemark sowie von Prinz Odysseas-Kimon von Griechenland. Zusätzlich wird auch ihre Nichte Emma Tallula Behn genannt.
Bei einem Besuch in der Ukraine passierte dann ein schwerer Rückschlag: Mette-Marit stürzte im Hotel so schlimm, dass sie die ersten öffentlichen Termine absagen musste.
Was ihren Stil betrifft, setzt sie häufig auf schlichte Eleganz – und greift dabei oft auf Designer aus Norwegen zurück. Ihr Brautkleid wurde von Ove Harder Finseth entworfen.
Privat und im Alltag spielt außerdem ihre Flugangst eine Rolle. Gerade weil sie als Repräsentantin des norwegischen Königshauses viel unterwegs ist, wird das zu einer zusätzlichen Herausforderung.
Wie sah es mit der Zustimmung der gesamten Familie aus, als Prinz Haakon heiratete? Nicht wirklich. Über Prinzessin Ragnhild, eine Schwester von König Harald, heißt es, sie habe angeblich geäußert, sie hoffe, nicht noch einmal erleben zu müssen, dass Mette-Marit Königin wird. Prinzessin Ragnhild von Norwegen starb 2012.
Trotz aller Turbulenzen führt Mette-Marit mit Haakon und den drei Kindern ein eher zurückgezogenes Leben. Privat wohnen sie auf Gut Skaugum bei Oslo; die Kinder besuchten die Schule in Asker.
Zu Beginn ihrer Rolle als angehende Kronprinzessin beschrieb Mette-Marit ihre Beziehung zur Medienaufmerksamkeit sehr offen. Sie sagte, sie habe zwei Tage lang geweint, als sie ihre Vergangenheit zum ersten Mal gesammelt auf den Titelseiten sah.
Musikalisch taucht sie ebenfalls in den Schlagzeilen auf: Mette-Marit gewann eine Goldene Schallplatte für ein Album mit Kirchenliedern, an dessen Produktion sie beteiligt war.
Am 22. Juli 2011, während des Massakers auf der norwegischen Insel Utøya, wurde auch der Stiefbruder von Prinzessin Mette-Marit getötet. Der Polizist Trond Berntsen fiel dem Attentäter Anders Behring Breivik zum Opfer.
Engagement, Patenschaften und mögliche nächste Königin
Seit April 2006 ist Mette-Marit Sonderbotschafterin für UNAIDS, ein Hilfsprojekt der Vereinten Nationen. Ihr Spezialthema ist AIDS und HIV. Darüber hinaus ist sie unter anderem Schirmherrin des norwegischen Roten Kreuzes, der Pfadfinder, des Internationalen Kinderfestes in ihrer Geburtsstadt Kristiansand sowie des Kirchenmusikfestivals in Oslo.
Sollte sie eines Tages Königin von Norwegen werden, würde sie laut dieser Darstellung erst die dritte Bürgerliche neben einem König auf dem norwegischen Thron sein – nach Désirée Clary und der Schwiegermutter, einer geborenen Sonja Haraldsen.
Außerdem wird erwähnt, dass das Königshaus einen eigenen YouTube-Kanal betreibt, unter dem Link „https://www.youtube.com/user/kongehuset“.
Ihre Kindheit wird als vergleichsweise bürgerlich beschrieben: Als jüngstes von vier Kindern wuchs Mette-Marit in Kristiansand auf. Sie spielte Volleyball, war bei den Pfadfindern und sang im Chor. Das Idyll endete, als sich ihre Eltern – der Journalist Sven Høiby und die Bankangestellte Marit Tjessem – 1984 scheiden ließen; Mette-Marit war damals elf Jahre alt.
Einige Jahre später machte sie als eher rebellische Studentin das Osloer Nachtleben unsicher – Alkohol und Drogen inklusive. Als mögliche Erklärung werden im Text Fragen gestellt: War es eine Art Ausgleich für ein kleines Scheidungstrauma? War es etwas gegen Langeweile? Oder von beidem etwas?
Wäre diese eher „normale“ Lebenslinie so weitergelaufen, hätte ihr Weg vermutlich auch im norwegischen Fjordsand geendet. Doch 1999 traf sie auf dem Quart-Musikfestival in ihrer Heimatstadt Kristiansand ihren Prinzen: Prinz Haakon von Norwegen. Der Text beschreibt, dass er sich in die Blondine verliebte und entschlossen war, sie zu seiner Königin zu machen.
Allerdings gab es mehrere harte Punkte: ihre bürgerliche Herkunft, ihren unehelichen Sohn Magnus (geboren 1997) sowie besonders die Phase ihres ausgelassenen Feierlebens. Die Reaktion des Volkes wird als empört dargestellt – mit dem Gedanken, so eine solle Königin werden.
Tatsächlich, so heißt es, sollte es so kommen. Denn die Norweger hätten nicht mit dem starrsinnigen Willen ihres Kronprinzen gerechnet. Haakon wollte Mette-Marit und keine andere. Er wird mit den Worten zitiert: „Wir verliebten uns und wollten den Rest unseres Lebens teilen“.
Seine Eltern, König Harald und Königin Sonja, hätten sie relativ schnell auf ihre Seite geholt. König Harald habe über Mette-Marit gesagt, er finde, sie sei eine ungewöhnliche Frau: ungewöhnlich engagiert, ungewöhnlich mutig.
Im Dezember 2000 verlobte sich das Paar. Wenige Wochen vor der Hochzeit im August 2001 ging Mette-Marit dann in die Offensive: Auf einer Pressekonferenz sprach sie offen über ihre Vergangenheit. Sie sagte sinngemäß, es sei für sie in dieser Zeit wichtig gewesen, die Grenzen des Akzeptierten zu überschreiten. Sie habe sehr ausschweifend gelebt, könne das Leben nicht noch einmal von vorn beginnen und habe ihre Erfahrungen teuer bezahlt. Außerdem grenzte sie sich von Drogen ab – mit tränenfeuchtem Blick.
Das habe nicht nur Haakon berührt, sondern auch das norwegische Publikum etwas auftauen lassen. Haakon wird mit den Worten wiedergegeben: „Ist es ein Wunder, dass ich sie liebe?“ Bei der Traumhochzeit sei dann ein emotionales Bekenntnis gefallen: Er habe zu ihr gesagt, er sei noch nie so schwach und so stark gewesen, und: „Mette-Marit, ich liebe dich.“
War damit alles gut? Nicht ganz. Als typische Probleme werden ihre Flugangst, dann außerdem Erpressungsgerüchte, Krankheiten und Verletzungen genannt. Dazu kommen der trinkende Vater, der seine Hochzeit mit einer Stripperin vermarktet habe, die Flucht nach London zwischen 2002 und 2003 sowie Gesichts- und Hornhautverbrennungen durch Sonnenstrahlung und Scheinwerfer im Jahr 2002 im Rahmen der TV-Sendung von Sandra Maischberger. Auch ein familiärer Erbschaftsstreit wird wieder aufgegriffen.
Zusätzlich geriet Mette-Marit wegen früherer Bekanntschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gleich mehrfach in die Kritik: zunächst 2019 und dann erneut 2026. 2026 wurden E-Mails veröffentlicht, die nahelegen sollen, dass zwischen beiden über drei Jahre hinweg ein fröhlicher, fast flirtender Kontakt bestand. Mette-Marit habe daraufhin öffentlich „schlechtes Urteilsvermögen“ eingeräumt und sich entschuldigt – zugleich bleibe unklar, ob sie in früheren Befragungen wirklich ganz offen gewesen sei.
Statt Palastfanfaren wird beschrieben, dass in solchen Momenten stets lautes Mediengetrommel als Begleitmusik mitlief. Aktuell könnten sich laut Umfragen viele Menschen in Norwegen die Kronprinzessin nicht als Königin vorstellen.
Trotz all dessen habe sich Mette-Marit an das Leben „auf der Erbse“ gewöhnt und mache das Beste daraus: Sie setze sich gegen Aids in Entwicklungsländern ein, für Lesen und Bildung, und habe außerdem noch einmal an der „Norwegian School of Management“ studiert – im Fach „Management, Macht und Meinung“, das im Text als ideal für angehende Königinnen dargestellt wird.
Ihre drei Kinder sind groß geworden: Marius, Prinzessin Ingrid Alexandra (geb. 21. Januar 2004) sowie Prinz Sverre Magnus (geb. 3. Dezember 2005). Auch wenn es für Eltern nicht immer leicht sei, werde besonders bei Marius von Problemen berichtet: Er habe noch keine klare berufliche Perspektive gefunden, habe mit Drogenproblemen zu kämpfen gehabt, und gegen ihn laufe ein Prozess. Gegenstand seien Übergriffe auf Exfreundinnen, Vergewaltigung, Nötigung und Hausfriedensbruch. Das wird als Belastung für Mette und den Kronprinzen beschrieben – inklusive Social-Media-Spott und Rückerinnerungen an die wilde Jugend der Prinzessin.
Gleichzeitig betont der Text, dass Mette-Marit auf die Unterstützung von Prinz Haakon zählen kann. Sie sagt über ihn: „Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich ihn gefunden habe“.
Gesundheitsupdate: Lungenfibrose und Transplantation
Im Herbst 2018 gab der norwegische Hof offiziell bekannt, dass die Kronprinzessin an einer chronischen Lungenfibrose leidet. Diese Erkrankung werde ihren Alltag und auch ihre öffentlichen Termine immer wieder einschränken. Zuvor habe sie einige Termine kurzfristig absagen müssen, weshalb der Hof Erklärungsbedarf gehabt habe.
Mette, Haakon und ein Arzt hätten sich daraufhin gemeinsam vor die Kamera gestellt und die Lage der künftigen Königin geschildert. Der Text beschreibt das Ganze als ruhig, hoffnungsvoll und mit einem Lächeln.
Ihre positive Ausstrahlung wolle sie sich laut Darstellung nicht durch den progressiv verlaufenden Verlauf nehmen lassen. Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Skifahren stünden weiterhin auf dem Plan – sofern die Gesundheit es zulässt.
Seit 2025 wird zudem über eine Lungentransplantation nachgedacht. Weil die Krankheit sie immer stärker in die Grenzen setzt, wird das Thema konkreter. Wenn Mette öffentlich auftritt, sei sie häufiger mit einer mobilen Sauerstoffversorgung zu sehen.
Im Mai 2026 wurde sie offiziell auf eine Warteliste für eine Transplantation gesetzt. Am 17. Juni 2026 verkündete der Hof schließlich, dass ihr eine Lunge transplantiert wurde. Laut Text ist es der Eingriff, auf den Prinzessin Mette-Marit so dringend gewartet habe – und der ihr einen Weg zurück zu einem weniger eingeschränkten Leben ermöglichen könnte.
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