Peter Maffay (76) sorgt derzeit für einen ungewöhnlichen Anblick in München: Der Musik- und Pop-Ikone steht dort in einer Netto-Filiale an der Kasse. Mit dem spontanen Einsatz macht er auf eine Spendenaktion aufmerksam, die direkt seiner gleichnamigen Stiftung zugutekommt.
Auf einen Blick
- Peter Maffay (76) übernimmt in einer Münchner Netto-Filiale vorübergehend den Kassenplatz.
- Kundinnen und Kunden können Kassen- oder Pfandbons spenden.
- Die „Peter Maffay Stiftung“ unterstützt Projekte wie die Tabaluga-Häuser.
- Im vergangenen Jahr feierte die Stiftung ihr 25-jähriges Bestehen.
- Pro Jahr werden laut Maffay etwa 1.200 bis 1.400 Kinder aufgenommen.
- Eine Aktion 2025 brachte mehr als 481.000 Euro für die Stiftung.
- In allen Netto-Filialen gibt es ein Tabaluga-Sortiment, dessen Erlöse in die Stiftungsarbeit fließen.
- Peter Maffay setzt laut eigener Aussage aktuell stärker auf Zeit mit Tochter Anouk statt auf große Tourneen.
Bei der Aktion können Kunden ihren Kassenbeleg oder Pfandbon zur Spende geben. Die Einnahmen sollen der „Peter Maffay Stiftung“ helfen, die unter anderem die Tabaluga-Häuser betreibt. Dort sollen Kinder Schutz finden, sich erholen und neue Perspektiven bekommen.
„Werde jetzt 77“: Pläne für die Zukunft
Im vergangenen Jahr wurde die Stiftung 25 Jahre alt. Maffay blickt bereits weiter voraus und betont, was ihm für die kommenden Jahre besonders wichtig ist: Er möchte, dass die Arbeit, die er angestoßen hat, noch lange fortgeführt werden kann. Dabei geht es für ihn auch um die Phase, in der er die Stiftung nicht mehr persönlich so begleiten kann wie bisher.
„Ich werde jetzt 77. Das ist ein Alter, in dem man sich solche Gedanken machen kann“, sagt der Sänger. Der Bedarf sei seiner Ansicht nach weiterhin groß, weil es viele Kinder gebe, die Hilfe brauchen. Damit die Projekte langfristig funktionieren, braucht es laut Maffay weiterhin Vernetzung und verlässliche Partner – so wie seit Jahren Edeka und Netto.
Er macht dabei auch klar, wie sehr er sich wünscht, dass das weitergeht, was vor 25 Jahren begonnen wurde. Und er erzählt, dass seine Tochter Anouk sich offenbar schon früh mit ähnlichen Themen auseinandersetzt.
Tochter Anouk spürt die Fragen schon mit
Maffay schildert, dass die Stiftung jährlich etwa 1.200 bis 1.400 Kinder aufnimmt. Für ihn steht fest: Diese Kinder brauchen Orte, an denen sie zur Ruhe kommen können. Er beschreibt die Situation so, wie sie sich für viele Familien anfühlt: „Die Kinder müssen die Möglichkeit haben, zur Ruhe zu kommen. Das sind teilweise Schicksale, die sehr belastend sind.“
Gerade weil die jungen Menschen noch so viel vor sich haben, wolle man so gut helfen, wie es eben geht. Diese Erfahrungen prägen Maffay auch privat. Seit 2015 ist er mit seiner Hendrikje zusammen, und auch zu Hause scheint das Thema präsent zu sein.
„Unsere kleine Tochter ist sieben. Sie stellt schon Fragen: Warum ist das so? Die bekommt das ja mit. Soll sie auch“, erklärt Maffay. Für ihn ist dabei wichtig, dass solche Themen nicht einfach ausgeblendet werden: „Das sollte man auch nicht von Kindern fernhalten. Diese Themen sind bei uns allgegenwärtig. Jeden Tag.“
Stiftungsarbeit: So viel kam zuletzt zusammen
Schon im Vorjahr gab es eine ähnliche Aktion mit einem starken Ergebnis. Durch Spenden von Kassen- und Pfandbons der Kundschaft sowie eine zusätzliche Unternehmenszuwendung konnte Netto im Jahr 2025 mehr als 481.000 Euro an die „Peter Maffay Stiftung“ übergeben.
Ergänzend läuft ein dauerhaftes Angebot in allen Netto-Filialen: Dort gibt es exklusiv ein Tabaluga-Sortiment. Ein Teil der Erlöse fließt direkt in die Projekte der Stiftung.
Für Fans ist das auch ein Hinweis darauf, worauf Maffay aktuell seinen Fokus legt. Große Tourneen stünden für ihn inzwischen nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen möchte er seine Zeit lieber seiner Tochter Anouk schenken.








